Schule von Paris

" Schule " ist ein Begriff, der in diesem Falle nichts mit einem einheitlichen Stil oder ein gemeinsames Programm, praezisen Regeln unterworfen, zu tun hat. Die Mehrheit der Mitglieder der Schule von Paris waren Kuenstler mit starker Persoenlichkeit, die in die franzoesische Hauptstadt zwischen 1905 und 1915 reisten, um die kreative Freiheit zu finden, die ihnen in ihren Ursprungsorten fehlte. Die Auffassung der Kunst als eine universelle Sprache, faehig das Verstaendnis zwischen den Menschen zu erreichen, ist die Grundsaeule der Gruppe.
Modigliani, Soutine, Tobiasse, Chagall und Fujita sind einige der Namen, die in diese Art von Mischmasch hinzugefuegt wurden. Paris hatte fuer sie eine mythische Aura, was die Erforschung von neuen kreativen Wegen anbelangt, und dort fanden sie auch die Solidaritaet, die vielen von ihnen von der Armut rettete. Sie wohnten in Montmartre und trafen sich in den Cafés, um zu diskutieren und Ideen auszutauschen. Dort schlossen sie schliesslich Freundschaft mit den Galleristen und Maecenas, die sie in der ganzen Welt beruehmt gemacht haben.
Eine separate Erwaehnung verdient die sogenannte Zweite Schule von Paris, die zwischen 1920 und 1940 um Picasso und Gargallo herum, zahlreiche Kuenstler vereinte, von denen die Meisten aus Spanien kamen. Sie waren bemueht in der Suche nach neuen malerischen Sprachen und ein weniger erstickendes politisches Klima. Antoni Clavé, Francisco Bores, Hernando Viñes, Ismael Gonzalez de la Serna, Ginés Parra oder Manuel Ángeles Ortiz, sind hervorstechende Mitglieder dieser Gruppe.