Konzeptkunst

Kunstrichtung, die Ende der 60er Jahre in den Vereinigten Staaten entstanden ist und für die Bedeutung des theoretisch-mentalen Prozesses steht. Die Idee, von der der Künstler ausgeht, das Konzept, ist das gesamte Kunstwerk.
Skizzen, Notizen, Modelle und Konversationen sind in der Regel Teil der Ausstellung, auch wenn Konzeptkunst keine monolithische Bewegung ist, weshalb sie so unterschiedlich sein kann wie die Kunstwerke von Walter de Maria, Richard Long, Gilbert and George, Joseph Kosulh und vielen anderen.
Der Dadaismus der 20er Jahre, der zur Zerschlagung der klassischen Struktur von Kunst tendiert, ist eines der Vorbilder der Konzeptkunst, die sich je nach Konzept in den 80er Jahren auf so unterschiedlichen Wegen wie Land Art, Performance, Body Art und Process Art entwickelt hat.
Ihre theoretische Systematisierung ist recht dürftig, wobei ihre solidesten Wurzeln wohl in den Schriften von LeWitt aus den späten 60er zu finden sind.
Die Konzeptkunst hat die meisten derzeitigen Bewegungen unwiderruflich geprägt, was ihre wahre Tiefe erklärt.