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Gerardo Rueda (1926-1996)
Madrid
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Gerardo Rueda ist Gruender der sogenannten Gruppe von Cuenca, zusammen mit Gustavo Torner und Fernando Zóbel. Die Drei sind Mitbegruender des Spanischen Museums der Abstrakten Kunst, das so grossen Einfluss in der Bildung von einer neuen Generation von plastischen Kuenstlern gehabt hat.

Rueda definiert seinen Werdegang durch die Klarheit, und der kompositiven Perfektion, und die Strukturierung der Form im Raum. Die geometrische Figur scheint sich seinen Wuenschen zu beugen, obwohl dies fuer ihn kein Hindernis ist, neue Expressions-Felder zu erforschen, wo die Materie letztlich einen absondernden Protagonismus annimmt.

Sein Beginn ist autodidaktisch, in Raeumen, die eine Erbschaft des Kubismus sind. Er wandert danach zu einer Abstraktion, von konstruktivem Schnitt, und reduziert zugleich seine kromatische Palette, in einer unaufhaltsamen Tendenz zur Monochromie. In seiner letzten Etappe, klaert sich jene Malerei, immer strukturiert in Ebenen und Flecken, so radikal, dass sie sich auf die Auflage von grossen Schichten einer einzelnen Farbe reduziert, mit geringen Aenderungen der Oberflaeche.

Die Farbe war immer seine grosse Besessenheit, auch in den fruehen Etappen seiner Laufbahn, als die Harmonie, der im All suspendierten Ebenen, das Leitmotiv seiner gesamten Produktion war.

Das Volumen erscheint in seiner Malerei im Laufe der siebziger Jahre, als er der bemalten Oberflaeche, Stoffe hinzugibt, die es in viel mehr als ein Bild verwandeln. Hoelzer, Zigarettenschachteln, Streichholzschachteln ... Alles ueberlagert sich auf der Leinwand in herrlichen Kollagen, die einen natuerlichen Prozess der Eroberung der dritten Dimension anzeigen.

Malerei, Skulptur, Graphik ... bis zum Entwurf der Glasfenster fuer die Kathedrale von Cuenca, geben Zeugnis seiner vielseitigen Ambition. Gerardo Rueda ist, ohne Zweifel, eine der Schluessel Figuren der spanischen Avantgarde, in der zweiten Haelfte des 20. Jahrhunderts. Meister von Meistern der modernen Kunst.