Javier Mariscal (1950)
Valencia


Spontaneität, Gewandheit, und Mut… Mariscal gewinnt die Art des Künstlers zurück, der sich selbst macht. Von Valencia bis Barcelona, und immer das Mittelmeer, spiegeln sich in seinem ganzen Werk wieder.
Er beginnt als Künstler mittels des Comics, mit Geschichten, die beinahe ein Tagebuch seines eigenen Lebens in Barcelona sind. Soziale- und Arbeits- Integration, sind hier seine eigene Herausforderung. “Geschichten von Garriris” entwickelt sich zu einem Werk enormer poetischer Kraft und Erinnerung, das von dem Elend und Alltäglichkeit der Stadt, ein wesentliches, bestimmendes, sinnbildliches Merkmal macht.
Aber der Comic ist zu eng fur die kreative Kapazität von Mariscal. Skulptur, Malerei, grafisches Design, Kino, Mode… Nichts ist unerreichbar fur ihn. Sein frisches und ungezwungenes Image, macht ihn zur Standarte der Modernität, im Barcelona nach Franco. Seine Logos, Plakate und Typographien, sind jetzt schon Ikone einer ganzen Generation. Beinflusst durch die verchiedensten Meister der Kunstwelt, besitzt er die Kapazität, Alles zu vereinigen, mit Zugabe einer persönlichen und unverwechselbaren Atmosphäre. Maskottchen, wie Cobi in Barcelona 92, oder Twipsy, der Weltansstellung Hannover 2000, haben sich zu Meilensteine der Weltkultur entwickelt. Sein ganzes Werk hat eine mehr scheinbare, als wirkliche Spontaneität, weil sich hinter der formellen Schlichtheit, ein tiefer Forschungsprozess verbirgt. Nur von einem unumschränktem Wissen des Produkts aus, kann man Schöpfungen, wie die von Mariscal, ausführen. Und das steuert gleichfalls zur Wiederbelebung der angewandten Künste bei. Originalität und Nützlichkeit sind in keiner seiner Produktionen unvereinbar, die schon legendär in der Designer-Industrie sind.
Mariscal is schon, aus eigenem Recht, ein Führer in der Erneuerung der Sehsprache in den letzten Jahrzehnten, und eine der ausschlaggebenden Persönlichkeiten, der internationalen spanischen Kunst.